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IMEI-Sperrlistenprüfung
Prüfen Sie zunächst, ob die 15 Ziffern echt sind und zu dem angebotenen Handy gehören – dieser Teil ist kostenlos. Lesen Sie anschließend, was genau eine Handysperre ist, denn sie ist der einzige Faktor, der ein ansonsten einwandfreies Handy unbrauchbar machen kann.
Dieser kostenlose Schritt überprüft die Prüfziffer und ermittelt anhand der Nummer die Marke und das Modell des Geräts, sodass Sie eine IMEI eines anderen Mobiltelefons erkennen können. Er greift nicht auf die Verlustregister zu – diese werden von den Mobilfunkanbietern geführt und müssen für jede Nummer einzeln abgefragt werden. Nutzen Sie hierfür die Suche im Register für verlorene und gestohlene Geräte.
Vom Eigentümer gemeldet
Der übliche Fall: Jemand meldet seinem Mobilfunkanbieter den Diebstahl des Handys, der Anbieter sperrt die IMEI-Nummer, und diese wird an andere Anbieter weitergegeben. Auch Versicherer melden solche Fälle im Namen ihrer Kunden, weshalb ein Telefon auch nach erfolgter Schadensregulierung gesperrt werden kann.
Wegen Geld gesperrt
Ein Mobiltelefon kann auch wegen eines unbezahlten Vertrags oder einer betrügerischen Bestellung gesperrt werden, nicht wegen Diebstahls. Das Telefon ist nicht gestohlen, und die Sperre bleibt bestehen – sie muss vom Kontoinhaber aufgehoben werden, der die Zahlungen eingestellt hat, nicht von Ihnen.
Nichts ist verzeichnet
Das ist zwar beruhigend, aber nur eine Momentaufnahme. Berichte werden erst im Nachhinein erstellt, daher kann ein heute Morgen gestohlenes Handy heute Nachmittag schon wieder in Ordnung sein. Prüfen Sie es also erst kurz vor der Bezahlung, nicht Tage vorher.
Was bewirkt ein Ausschluss in der Praxis?
Wenn ein Mobilfunknetz eine IMEI sperrt, akzeptiert es das betreffende Gerät nicht mehr in seinem Netz und teilt dies anderen Anbietern mit. In Großbritannien ist diese Weitergabe nahezu vollständig, sodass ein gesperrtes Handy in allen Netzen keine Anrufe, SMS oder mobilen Daten mehr empfangen kann – nicht nur in dem Netz, das die Sperrung gemeldet hat. Die Abdeckung der gemeinsamen Register variiert von Land zu Land. Deshalb funktioniert ein in Großbritannien gesperrtes Handy manchmal im Ausland, und deshalb ist es keine gute Idee, sich ein solches Handy in diesem Fall zu kaufen.
Die Sperrung führt nicht dazu, dass das Gerät unbrauchbar wird. WLAN funktioniert weiterhin, der Bildschirm leuchtet, Apps laufen und Notrufe werden weiterhin durchgestellt. Genau deshalb sehen gesperrte Handys auf Marktplätzen makellos aus: Der Verkäufer kann alles vorführen, nur nicht das, wofür man das Handy eigentlich kaufen möchte.
Es hat auch nichts mit der Aktivierungssperre, einer Google-Kontosperre oder einer SIM-Kartensperre zu tun. Dabei handelt es sich um Eigentums- und Geschäftssperren auf Softwareebene. Die Sperrung hingegen bedeutet, dass das Netzwerk die Hardware nicht mehr unterstützt; das Entfernen der anderen Sperren ändert daran nichts.